Freitag, 21. Januar 2011
Medizin und NS-Zwangsarbeit im alten Universitätsklinikum Göttingen
Einen Stadtteilrundgang mit der Göttinger Geschichtswerkstatt e.V.
Start: 14.00 Uhr, Goßlerstr. / Ecke Käthe-Hamburger-Weg
(an der Schranke)
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Eintritt frei
Der Rundgang über das Gelände des alten Universitätsklinikums zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee gibt zunächst eine Einführung in die Göttinger Klinikumsgeschichte und die NS-Eugenikgesetze, informiert dann über Zwangssterilisationen in der Frauenklinik und die Rolle von Hebammen in der NS-Zeit und thematisiert schließlich Zwangsarbeiter als Patienten und Personal im Klinikum.
Geplante Ausstellungsroute in 2011
In Hannover
ab April (geplant)
Ort: Fachhochschule Hannover, Fakultät III, Expo Plaza 2
Öffnungszeiten: n.n. bekannt
In Seesen
ab Mitte 2011 (geplant)
Ort: n.n. bekannt
Öffnungszeiten: n.n. bekannt
Ausstellungsroute mit Rahmenprogramm in 2010
In Duderstadt
19. September bis 10. Oktober 2010
Ort: Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, Auf der Klappe 45, 37115 Duderstadt
Öffnungszeiten: Donnerstag, Freitag, Sonnabend, Sonntag 14-18 Uhr
Begleitprogramm
Sonntag, 19. September 2010
Feierliche Eröffnungsveranstaltung mit musikalischer Begleitung
15:00 Uhr, Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, Auf der Klappe 45, 37115 Duderstadt
In Göttingen
16. August bis 8. September 2010
Ort
BBS II - Berufsbildende Schulen II Göttingen, Godehardstraße 11 (Mediothek)
Öffnungszeiten
Mo, Mi, Do 8-16 Uhr;
Di, Fr 8-14 Uhr;
Sa 21.8. und Sa. 4.9. 8-12 Uhr
Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht.
Für Schulklassen und größere Gruppen ist eine Anmeldung erforderlich!
Bitte telefonisch unter (0551) 49 61 774;
oder per Email: bbs2@bbs2goe.de bzw. per Fax: (0551) 49 61 774 anmelden.
Begleitprogramm
Montag, 16. August 2010
Feierliche Eröffnungsveranstaltung mit musikalischer Begleitung
18:30 Uhr, Mediothek der BBS II - Berufsbildende Schulen II Göttingen
Donnerstag, 19. August 2010
Theatervorführung von "stille Hunde": "Die Besserung"
19:00 Uhr, Mediothek der BBS II - Berufsbildende Schulen II Göttingen
Stück nach Berichten ehemaliger Häftlinge des Jugendkonzentrationslagers Moringen
Karten im Vorverkauf (Mediothek) mit Schülerausweis: 5 Euro
Erwachsene: 8 Euro
Veranstaltet von: BBSII Göttingen
Dienstag, 24. August 2010
Zeitzeugengespräch mit der ehemaligen Zwangsarbeitein Bronisława Burek aus Polen / Großbritannien
19.00 Uhr, Holbornsches Haus, Rote Straße 34, Göttingen (Innenstadt)
Die 1925 geborene Bronisława Burek erzählt die Geschichte ihrer Zwangsarbeit in der Zuckerfabrik Obernjesa und auf Bauernhöfen sowie in einer Bäckerei in Ebergötzen.
Zeitzeugengespräch in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung
Eintritt frei
Veranstaltet von: Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. und Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V.
Samstag, 28. August 2010
Stadtrundgang zu Fuß und mit dem Fahrrad:
"Von der Konditorei zur Messtechnik": NS-Zwangsarbeit in Göttingen
Start: 14.00 Uhr am Marktplatz (Gänseliesel), Göttinger Innenstadt
Dauer: ca. 2 Stunden (1 Std. zu Fuß / 1 Std. mit dem Fahrrad)Zwangsarbeitende waren in fast jedem denkbaren Wirtschaftsbereich tätig, von Gaststätten und Hotels über die Mühle bis hin zum Krankenhaus und zur Munitionsfabrik, beim Friseur und beim Bäcker, als Molkereiwagenfahrer und bei der Müllabfuhr, in kirchlichen Einrichtungen, Kommunen und Privathaushalten. Sie prägten das tägliche Bild in der Stadt Göttingen. Ohne sie wäre die deutsche Wirtschaft zusammengebrochen. Viele deutsche Betriebe haben von dem Einsatz ausländischer Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wirtschaftlich profitiert.
Der Rundgang wird in zwei Teilen durchgeführt. Zunächst geht es zu Fuß durch die Göttinger Innenstadt, anschließend mit dem Fahrrad zu etwas weniger zentral gelegenen Zielen. Über die folgenden Bereiche wird es Informationen geben:
- Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen im Göttinger Alltag
- Göttinger Kleinbetriebe: Konditorei, Bäckereien, Hotels etc.
- Unterkünfte und Lager für Zwangsarbeitende
- Eisenbahnbetriebe
- Großwäscherei
- Messtechnik
Eintritt frei
Fahrräder bitte in der Prinzenstraße/Goetheallee parken.
Veranstaltet von: Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. und Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V.
Donnerstag, 2. September 2010
Zeitzeugengespräch mit dem ehemaligen Zwangsarbeiter Cees Louwerse aus den Niederlanden
19.00 Uhr, Holbornsches Haus, Rote Straße 34, Göttingen (Innenstadt)
Cees Louwerse wird im April 1923 im zeeländischen Kattendijke geboren, einem Dorf an der Oosterschelde auf Zuid-Beverland. Im April 1943, Cees studiert an der Universität in Utrecht, erwartet die deutsche Führung, dass die 15.000 niederländischen Studenten eine Loyalitätserklärung unterschreiben. Die meisten verweigern, werden im April zum Arbeitseinsatz aufgerufen, tauchen aber in großer Zahl unter. Im Mai werden ihre Eltern bedroht; die Studenten sind somit gezwungen, aus ihren Verstecken herauszukommen. Auch Cees taucht aus seinem Versteck in Scheveningen auf, meldet sich und wird mit vielen Mitstudenten ins Lager Ommen geschickt, einem der Sammelpunkte der Studenten in den Niederlanden. Insgesamt werden etwa 2.900 Studenten ins Deutsche Reich abgeführt. In einer Gruppe von ungefähr 40 Mitstudenten geht er auf die Weiterreise über Salzgitter und dann nach Göttingen. Fünf davon werden der Universitätsklinik in Göttingen zugeteilt, die restlichen 35, darunter auch Cees, werden zum Lager beim Flugplatz gebracht, wo sie im Flakzeugamt eingesetzt werden.
Über seine Geschichte als Zwangsarbeiter in Göttingen, sein Überleben der Bombenangriffe von 1945 auf den Göttinger Schützenplatz mit seinem „Ostarbeiterlager“, seine Beziehung zur der dort untergebrachten ukrainischen Zwangsarbeiterin Marusha Schupina, seine Befreiung und komplizierte Rückkehr mit seiner Ehefrau Marusha in die Niederlande sowie seine Geschichte nach der Zwangsarbeit wird Cees Louwerse erzählen.
Eintritt frei
Veranstaltet von: Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. und Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V.
Samstag, 4. September 2010
Stadtteilrundgang:
Medizin und NS-Zwangsarbeit im alten Universitätsklinikum Göttingen
Start: 14.00 Uhr, Goßlerstr. / Ecke Käthe-Hamburger-Weg
(an der Schranke)Dauer: ca. 1,5 Stunden
Der Rundgang führt über das Gelände des alten Universitätsklinikums zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee und informiert über die Themen:
- Eugenik, Volkskörper und NS-Gesetze
- Zwangssterilisationen an der Uni-Frauenklinik
- Hebammen in der NS-Zeit
- Zwangsarbeitende als PatientInnen und Personal im Klinikum
- Von der Rassenhygiene zur Humangenetik: der Lehrstuhl für Fritz Lenz 1946
Eintritt frei
Veranstaltet von: Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.
Donnerstag, 9. September 2010
Szenische Lesung: "Bücher brennen"
19:00 Uhr, Mediothek der BBS II - Berufsbildende Schulen II Göttingen
Karten im Vorverkauf (Mediothek) mit Schülerausweis: 5 Euro
Erwachsene: 8 Euro
Veranstaltet von: BBSII Göttingen
In Hann. Münden
17. Mai bis 6. Juni 2010
VERLÄNGERT BIS 4. JULI 2010!
Ort: Auf dem Gelände der ehem. Kurhessenkaserne bei der GAB
Kurhessenstraße 11, 34346 Hann. Münden
Öffnungszeiten:
montags bis donnerstags 8:30-16.30 Uhr,
freitags 8:30-12.30 Uhr
sonntags: 14:30-18 Uhr
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung: An den Sonntagen 30. Mai,
6. Juni und 20. Juni (Kurzführung)
Sonntag, 4. Juli 2010 um 15:30 Uhr öffentliche Führung mit dem ehemaligen Zwangsarbeiter Cees Louwerse aus den Niederlanden
An folgenden Tagen bleibt die Ausstellung geschlossen:
Samstags sowie Pfingsten (23./24. Mai)
Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht.
Für Schulklassen und größere Gruppen ist eine Anmeldung erforderlich!
Bitte telefonisch bei Herrn Heßler (05541) 701 506 oder
Herrn Römmich (05541) 909 4824 anmelden.
Begleitprogramm
Sonntag, 16. Mai 2010
Feierliche Eröffnungsveranstaltung, 15:30 Uhr
ehem. Kurhessenkaserne, Kurhessenstraße 11
Anschließend eine Führung durch die Ausstellung mit der Zeitzeugin und ehemaligen Zwangsarbeiterin Wiktorja Delimat, Göttingen
An den Sonntagen 30. Mai, 6. Juni und 20. Juni (Kurzführung):
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung: Beginn 15:30 Uhr
Sonntag, 4. Juli 2010 um 15:30 Uhr öffentliche Führung mit dem ehemaligen Zwangsarbeiter Cees Louwerse aus den Niederlanden und anschließendes Gespräch mit dem Publikum
Auf Wunsch können Führungen durch die Ausstellung gebucht werden. Eine Führung dauert ca. 1,5 Stunden und kostet 60 Euro. Anfragen bitte telefonisch unter (0551) 770 4677.
In Göttingen
15. Januar bis 14. Februar 2010
Ort: Foyer der Lokhalle Göttingen, Bahnhofsallee 1b (rückseitiger Bahnhofsausgang)
Öffnungszeiten:
montags bis freitags 11-17 Uhr
sonntags 14-17 Uhr (mit öffentlicher Führung durch die Ausstellung um 15 Uhr)
Erweiterte Öffnungszeiten zum Ausstellungsende in der Lokhalle Göttingen:
- Jeweils 10-17 Uhr am Samstag, 13.2. und Sonntag, 14.2.
- Mit öffentlichen Führungen am Samstag um 11.00 und 15.00 Uhr.
Begleitprogramm
Freitag, 15. Januar 2010
16 Uhr, Foyer der Lokhalle Göttingen, Bahnhofsallee 1b (rückseitiger Bahnhofsausgang)
Feierliche Eröffnungsveranstaltung mit musikalischer Begleitung, internationalen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und der internationalen Projektgruppe. Anschließend eine Führung durch die Ausstellung.
Sonntags, den 17. und 24. Januar, sowie 7. und 14. Februar 2010:
15 Uhr öffentliche Führungen durch die Ausstellung.
